PJ - Das Praktische Jahr

Verantwortung lernen


 

 

Das Praktische Jahr, kurz PJ, ist der in drei Abschnitte (Tertiale) unterteilte 12-monatige praktische Abschnitt des klinischen Studiums und gibt die Möglichkeit, viele ärztliche Tätigkeiten im klinischen Alltag unter Aufsicht auszuprobieren und zu üben.


Von den drei Tertialen müssen je eins in der Inneren Medizin und eins in der Chirurgie abgeleistet werden, die auch Teil der mündlichen    Staatsexamensprüfung sind. Das dritte Tertial kann frei gewählt werden und ist ebenfalls Prüfungsfach. Zusätzlich wird ein viertes Prüfungsfach hinzugelost.

     

Die aktuelle Fassung der Approbationsordnung sieht vor, dass die mündliche Staatsexamensprüfung nach dem PJ abgeleistet werden muss, der schriftliche Teil jedoch seit PJ-Beginn im Februar 2014 vor dem PJ.

Auch wenn während des PJ bisweilen das Gefühl entstehen mag, man sei doch eher Vampir denn angehender Arzt und arbeite als Blutsauger für eine Blutbank - das häufige Blutabnehmen ist ein wichtiger Bestandteil des PJ und ermöglicht es, am Ende auch in schwierigen Situation mit ruhiger Hand die Nadel zu führen.

     

Desweiteren lernt man die typischen Stations-Abläufe kennen, nimmt neue Patienten auf und untersucht diese, ordnet Medikamente an und darf im OP "haken halten" oder auch erste kleine Schnitte nähen.  

     

Neu ist, dass das PJ gemäß der neuen Approbationsordnung nun an jedem anderen universitären Lehrkrankenhaus in Deutschland und nicht mehr nur in Lehrkrankenhäusern der Universitäten abgeleistet werden kann.

 

Desweiteren gelten nun 30 statt der bisherigen 20 Fehltage und es wird ein Logbuch an den Heimat-Universitäten erstellt, in welchem die PJ-Studenten ihre Abschnitte evaluieren.