Die Vorklinik

Zwischen Präpariersaal und Mikroskop


Zu Beginn des Studiums stehen, im klassischen Verlauf mit Vorklinik und Klinik, aber auch bei den modernen Modellstudiengängen, in der Regel zwei oft als hart empfundene Jahre auf dem Programm, die eher wenig  Medizin bieten, dafür umso viel mehr Naturwissenschaften - allen voran Anatomie, Physiologie und Biochemie.

     

Trotz zunehmender Verbindung zu klinischen Inhalten und eines vermehrten "Aufbrechens" der klassischen Trennung zwischen vorklinisch-theoretischem und klinisch-praktischem Medizinstudium : die    ersten beiden Jahren sind und bleiben grade am Anfang eine große Herausforderung und oftmals erscheint der Lernstoff als schier unüberwindbarer Berg.

Gleichwohl bieten die Anatomie-Kurse in den ersten Semestern faszinierende und spannende Einblicke und schaffen die Grundlage für das Verständnis der später erworbenen, ärztlichen Fähigkeiten.

     

Um das vorklinische Studium und die zahlreichen Klausuren sowie mündlichen Prüfungen erfolgreich zu bewältigen, bedarf es eines hohen Maßes an Motivation, Selbstorganisation und - disziplin sowie Lernbereitschaft.


Am Ende der zwei Jahre steht die erste richtig große Hürde nach der Zulassung zum Studium:

Der 1. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung, meist auch heute noch als Physikum bezeichnet

     

Der bundesweit einheitlich vom IMPP in Mainz durchgeführte schriftliche Teil umfasst 320 Fragen im Multiple-Choice Verfahren die an zwei    aufeinander folgenden Tagen beantwortet werden müssen.

     

Zusätzlich gibt es noch eine mündliche Prüfung in den drei Kernfächern Anatomie, Biochemie und Physiologie an der Heimatuniversität.

     

     

Als Lohn nach Bestehen der Ärztlichen Vorprüfung  dann endlich der Übergang zu den "richtigen" medizinischen Inhalten - man darf sich das erste mal wirklich als Kollege fühlen.