Ärzte - Versorgungswerk

Die Befreiung von der Gesetzlichen Rente


Wie bei andere kammerfähigen Berufen auch, muss man sich als Arzt beim Ärzte-Versorgungswerk anmelden und von der Gesetzlichen Rentenversicherung = GRV befreien lassen.

 

Man bekommt in der Regel nach der Anmeldung bei der Ärztekammer automatisch auch ein Schreiben vom Ärzte-Versorgungswerk der jeweiligen Kammer mit der Bitte, ein entsprechendes Antragsformular auszufüllen.

 

Selbst wenn man noch keine Stelle hat, sollte man dies rasch erledigen und bei Antritt eines Beschäftigungsverhältnisses dann den neuen Status dem Versorgungswerk mitteilen.

 

Einen Antrag auf Befreiung von der Gesetzlichen Rentenversicherung GRV muss man, sobald man eine Stelle antritt,  ebenfalls ausfüllen und an das Versorgungswerk schicken. Dort wird der Befreiungs-Antrag dann automatisch an die GRV weitergeleitet und man zahlt foglich nicht doppelt in zwei Rentenkassen, sondern ausschließlich in das Ärzte-Versorgungswerk.

 

 

Beitragshöhe

 

Die Höhe des zu zahlenden Beitrags entspricht wie bei der GRV 19% bis maximal 5800€ des monatlichen Bruttoeinkommen, also höchstens1102€ pro Monat, wobei jeweils die Hälfte des Beitrags vom Arbeitgeber übernommen wird.

 

Beispiel: bei einem Bruttogehalt von 4136€ (Assistenzarzt 1.Jahr, Tarif Uniklinik West 42h) entspräche dies insgesamt 779,64€, davon je 389,82 € für den Arbeitnehmer und 389,82€ Arbeitgeberanteil.

 

 

Höhe der Rentenbezüge

 

Die Höhe der Rentenbezüge aus dem Ärzteversorgungswerk richtet sich nach dem geleisteten Beitrag in Abhängigkeit des erzielten Einkommens über den Einzahlungszeitraum während der Berufstätigkeit.

 

Durch eine gewisse Quote an renditestärkeren Anlageoptionen wie Aktienfonds können die Versorgungswerke höhere Renditen erwirtschaften, als die GRV und somit für ihre Mitglieder auch bessere Rentenzahlungen gewährleisten.

 

 

Wechsel der Ärztekammer

 

Bei einem Wechsel der Stelle in ein anderes Bundesland und damit auch einem Wechsel der Ärztekammer muss neuerdings ebenfalls der Antrag auf Befreiung von der GRV jedesmal neu gestellt werden!

 

Dies ist wichtig, da man sonst womöglich doppelte Beiträge in die Rentenkasse einzahlt!

 

Bei einem Jobwechsel gilt es also, mit dem Wechsel von Ärztekammer und Versorgungswerk gleich auch den Befreiungsantrag für die GRV direkt dem neuen Versorgungswerk zukommen zulassen, damit von dort die Weiterleitung erfolgen kann.