Der Arztausweis

Großeinkauf in der Apotheke



Nach der Approbation erfolgt in der Regel die Anmeldung bei der jeweiligen Landes-Ärztekammer und die Aushändigung eines

 

Arztausweises – die Eintrittskarte für den ärztlichen Supermarkt : die Apotheke.

 

Die Anmeldung bei der Ärztekammer des Bundeslandes, in welchem man hauptsächlich lebt und tätig sein wird, ist Pflicht innerhalb eines Monats nach Erhalt der Approbation!


Man benötigt dafür im Grund nur zwei Dokumente:

 

Die Approbationsurkunde sowie einen gültigen Personalausweis.

 

Damit macht man sich auf den Weg zum Hauptsitz oder zur Kreisstelle der jeweiligen Ärztekammer - zu finden auf den Websiten der Kammern.

 

Dort geht dann alles innerhalb einer halben Stunde. Das Foto Eures Personalausweises wird abgescannt und für Euren elektronischen Arztausweis im Scheckkartenformat verwendet. Zusätzlich bekommt man noch eine elektronische Kennung.

 

Inzwischen sind die Arztausweise also im Scheckkarteformat und mit Lichtbildausweis sowie elektronischem Chip versehen – die Zukunft ist also auch hier Gegenwart geworden. Die alten "Lappen" ähnlich wie früher beim Führerschein, sind Geschichte.


Das Gefühl, sich jederzeit als Arzt ausweisen zu können und insbesondere jener Anblick der entrüsteten Augen des Apothekenpersonals, wenn man völlig beiläufig ein verschreibungspflichtiges Medikament ordert, sind zu Beginn mit Gold kaum aufzuwiegen.


Es macht einfach Spaß, für sich, Freunde oder die Familieein paar Tabletten Ciprofloxacin oder MCP-Tropfen zu bestellen und bei dem bestimmten Hinweis der Apothekerin auf das notwendige Rezept den Ausweis zuzücken und kommentarlos auf den Tresen zu legen.


Gut, diese anfänglichen Spielereien werden dann irgendwann auch der nötigen Ernsthaftigkeit des Bewerbungsprozesses weichen, aber einige Wochen und Monate sollte man sich die Freude am Status als arbeitsloser Arzt in jedem Fall erhalten.