Kaffee + Tee

3 Tage wach


 

Glücklich all jene, die das schwarze Gold vertragen und für die es qua Lebenselixier ist. Ein gesundes, die Leistung sowie das Wohlbefinden steigerndes Lebensmittel - sofern keine Unverträglichkeit gegenüber Koffein vorliegt. 

 

Die Wirkstoffe
Kaffee enthält neben dem für die Hauptwirkung verantwortlichen Alkaloid Koffein ebenfalls viele sekundäre Pflanzenstoffe. 


Flavonoide

Die Pflanzenstoffe mit positiver Wirkungen auf den Stoffwechsel – so zeigen Studien teilweise deutlich verminderte Krebshäufigkeiten (z.B. für das Leberzell-Ca) und eine verminderte Erkrankungshäufigkeit für Morbus Parkinson bei regelmäßigem Kaffeekonsum.

 

Koffein

Das Koffein hat vor allem folgende zelluläre Effekte:

es verhindert die Bindung des Adenosins aus dem Energiestoffwechsel an die verschiedenen Rezeptor-Subtypen – normalerweise ein Signal für die Zelle, den Stoffwechsel etwas zurückzufahren und weniger aktivierende Neurotransmitter auszuschütten.

 

Dieser Mechanismus wird blockiert und die Ausschüttung von Noradrenalin, Dopamin und Serotonin (zentral) steigt an. Merk- und Konzentrationsfähigkeit nehmen deutlich zu.

 

Bei regelmäßigem Konsum ab 4-5 Tagen kommt es zur Toleranzbildung und es werden immer größere Dosierungen notwendig. Es empfiehlt sich daher, alle 3-4 Tage etwa 1-2 koffeinfreie Tage pro Woche einzulegen.

Espresso

Dieser ist im Übrigen magenschonender als klassischer Brühkaffee, da er anders geröstet wird und in der Regel weniger Cholorogensäure enthält, die u.a. eine Reizung der Magenschleimhaut verursachen kann. 

 

Röstung

Generell sind Kaffeebohnen, die klassische über 10-20 Minuten in der Trommel geröstet werden gemäß ihres individuellen Röstprofils schmackhafter und besser verträglich

 

Chlorogensäure
Der Cholorogensäure werden manche der krebspräventiven Effekte des Kaffees zugeschrieben.

 

Darmaktivität

Tatsächlich wirkt Kaffee auch auf die Magen-Darmmotilität – unabhängig vom Koffein. Eine Studie der Universität Heidelberg zeigte, dass Patienten nach Darm-Operationen mit Kaffee im Schnitt bereits nach 60 statt nach 74h ihren ersten Stuhl absetzen. Das gilt sowohl für koffeinhaltigen als auch koffeinfreien Kaffee.

 

Enkoffeinierter Kaffee

Unter anderem mittels chemischer Verfahren (Methylen), mit CO2 oder mit Hilfe von Wasser kann der Kaffeebohne das Koffein fast vollständig entzogen werden. Selten geht dies ohne Auswirkungen auf den Geschmack, daher sind viele koffeinfreie Kaffees kulinarisch leider kein wirklicher Genuss.


Grüner Tee


Der Klassiker unter den Gesundheitsgetränken.

Enthält zu rund einem Drittel das Epigallocatechin-Gallat (EGCG).

Nach bisherigen Erkenntnissen eines der potenteste Antioxidantien für den menschlichen Organismus.

 

EGCG

In vielen Studien sind zahlreiche positive Effekte auf Nervenzellen (Neuroprotektion mit Schutz vor Alzheimer–Demenz durch Verhinderung der Amyloid-Ablagerungen) als auch Immunzellen (Abmilderung der T-Zell-Aktivität bei Multipler Sklerose; Verminderung von TNF@ als stark pro-inflammatorisches Zytokin) nachgewiesen.

Enthält zudem  Coffein an Gerbstoffen gebundener Form – daher hat grüner Tee keine stark aufputschende, sondern kontinuierlich wachhaltende Wirkung ohne starke Kreislaufwirkung.

 

Keine Milch

Bitte ohne Milch genießen – Milchproteine binden das EGCG und senken die Aufnahme!

Empfehlenswert sind zudem biologische Tees ohne Pestizidbelastung!